Wir lieben besondere Drucksachen und Veredelungen, so dass wir uns immer über umzusetzende Projekte mit einem DER Trends dieses Jahres freuen: den Druck mit einer hochglänzenden Folie in Silber, Gold, Rosé  oder Kupfer. Der Foliendruck verleiht den Drucksachen eine besonders edle und hochwertige Anmutung und passt sowohl zur modernen Gestaltung, als auch zu Karten im aktuellen „Vintage-Stil“.

Beim Foliendruck gibt es 2 Möglichkeiten der Umsetzung  und 2 Alternativen: Heißfolienprägung, Digitalfolie und Simulierung der Folie im Digitaldruck.

Heißfolienprägung:
Die Heißfolienprägung bezeichnet ein sogenanntes Hochdruckverfahren, bei dem hochglänzende Metallic-Effekte erzeugt werden können. Hierbei wird die Heißfolie unter Einwirkung von Hitze und Druck mit einem Prägestempel auf das Papier bzw. den Karton aufgebracht. Es entsteht ein leichter Prägeeffekt.

Für die Prägung wird vorab ein bestimmtes Werkzeug (Klischee/Prägestempel) angefertigt, was in die Produktionsdauer mit eingerechnet werden muss.


Vorteile:
+ große Auswahl an Folienfarben & Papieren
+ keine Einschränkung beim Layout

Nachteile:
+ längere Produktionszeiten
+ höhere Kosten

 

 

Digitalfolie:
Die Digitalfolie bietet ebenfalls tolle Metallic-Effekte, benötigt hierfür aber keine extra Werkzeuge. Hierbei wird auf einem vorgedruckten Toner mit Hitze und durch Druck, der über Walzen auf das Papier einwirkt, die Folie fixiert. Der leichte Prägeeffekt fällt ohne den Prägestempel weg, dafür ist dieses Druckverfahren unabdingbar, wenn es um den Druck von personalisierten Karten, wie z.B. Namenskarten, geht.

Im Layout dürfen sich allerdings Digitaldruck und Digitalfolie nicht berühren. Das bedeutet, dass die Folie nicht auf einem bereits bedruckten Hintergrund aufgebracht werden kann. Dies sollte vorab für die Gestaltung und Wahl der richtigen Druckveredelungsmethode berücksichtigt werden. Farblich ist man etwas eingeschränkt, aber die beliebtesten Metallic-Farben wie Roségold, Kupfer, Silber und Gold können auch mit dieser Folie umgesetzt werden. Auch das zu bedruckende Material muss für die Digitalfolie sehr glatt sein. Strukturierte Papiere können mit der Digitalfolie nicht bedruckt  werden.


Vorteile:
+ kürzere Produktionszeiten
+ geringere Kosten
+ personalisierter Druck möglich

Nachteile:
+ geringe Auswahl an Folienfarben & Papieren
+ keine Folierung auf Farbflächen möglich
+ Einschränkung beim Layout

 
Die verschiedenen Folienverfahren sollten nicht gemischt werden, um einen farblichen Unterschied zu vermeiden.

Alternativen:
Falls es das Budget nicht zulässt kann man die Folierung im Digitaldruck auch simulieren. Hierbei kann man entweder eine ähnliche Farbe wählen und ggf. auf einem metallischen Papier (Weiß oder Creme) drucken lassen, oder bildet die gewünschten Elemente als Foliengrafik ab. Der Vorteil; man ist beim Design nicht eingeschränkt und kann auch randlos drucken. Der metallische Effekt wird hierbei aber nicht so ausdrucksstark sein wie beim echten Foliendruck.

Ich hoffe, Ihnen einen guten Überblick über die verschiedenen Vor- und Nachteile der Folienarten gegeben zu haben. Sollten Sie noch Fragen haben,schreiben Sie mich gerne an! Zusammen finden wir das Verfahren, was für Ihre Gestaltungswünsche bestmöglich  geeignet ist.

In diesem Sinne: Bleiben Sie inspiriert!
// Ulrike Klein