In der Geschichte haben sich viele namhafte Persönlichkeiten mit der Farblehre auseinander gesetzt. Dazu zählen da Vinci, Goethe und Runge. Im Kunstunterricht haben wir alle schon einmal den Farbkreis mit den Grundfarben Rot, Gelb und Blau sowie den Sekundärfarben Grün, Violett und Orange gesehen. Komplementärfarben liegen im Farbkreis gegenüber. Das heißt, dass Rot und Grün, Gelb und Violett sowie Blau und Orange komplementär sind. Mischen Sie diese miteinander, entstehen neutrale Farben wie Grau- und Brauntöne. Mit unterschiedlich viel Weiß vermischt erzielen Sie hingegen Farbhelligkeitsstufen.

Aber auch intuitiv ordnen wir zum Beispiel Buntstifte in einer Reihenfolge mit den richtigen Übergängen von hell zu dunkel an. Die Farbwahrnehmung des Menschen ist eine wichtige Grundfähigkeit, die eher unterbewusst gesteuert wird. Es ist jedoch auch hilfreich, wenn Sie sich einmal ganz bewusst mit der Wirkung unterschiedlicher Farben beschäftigen – auch um sie zum Beispiel bei Ihrer Wohnungsgestaltung oder dem Design von Fotobüchern oder Einladungskarten zu nutzen.

 

Wie wirken Farben?

Durch alltägliche Erfahrungen hat unser Gehirn gelernt, den Farben unterschiedliche Assoziationen zuzuordnen und Reaktionen in unserem Körper hervorzurufen. Am Morgen enthält das Sonnenlicht mehr kurzwelliges blaues Sonnenlicht, das unsere Lebensgeister aktiviert. Vom langwelligen roten Licht am Abend werden wir müde. Gleichzeitig gelten die Farben Rot und Gelb und ihre Mischfarben als warm, während Farben mit hohem Blauanteil auf uns kalt wirken.

Aus der Natur wissen wir auch, dass grelles Gelb und Orange Warnfarben sind. Wer einmal von einer Wespe oder Biene gestochen wurde, bei dem schrillen die Alarmglocken, wenn er das typische Streifenmuster erblickt.

Je nach Kulturraum werden Farben aber auch symbolisch mit bestimmten Eigenschaften verbunden. In unseren Breiten steht Rot beispielsweise für Liebe, aber auch für Zorn, Gelb für Neid, Grün für Hoffnung, Weiß für Unschuld und Schwarz für Tod. Ebenso haben die politischen Parteien Farben, die synonym für den Parteinamen verwendet werden können.

Farben können also auf ganz unterschiedliche Weise interpretiert werden. Sie müssen individuell entscheiden, in welcher Situation Sie die Farbe nutzen, was Sie aussagen und welche Wirkung Sie beim Betrachter hervorrufen wollen.

 

Die Farben von Farbdruckern und Bildschirmen

Wie entstehen denn aber nun die Farben, die wir zum Beispiel in der Zeitung oder am Fernseher sehen? In modernen Farbdruckern wird der Vierfarbdruck genutzt. Das verwendete Farbmodell CMYK ist subtraktiv, was bedeutet, dass der Farbton bei Farbzugabe dunkler wird. Die Abkürzung steht für die Farben Cyanblau, Magentarot, Gelb und Schwarz. Im Gegensatz dazu wird an den meisten Bildschirmen das additive Modell RGB, was für Rot, Grün und Blau steht, angewendet.

Wenn die Tintenpatronen verdreckt oder eingetrocknet sind, entdecken Sie entweder Schlieren auf Ihrem Druckbild oder das Bild bekommt einen sogenannten Stich. Fehlt beispielsweise Gelb entsteht der Eindruck, das Bild sei blaustichig. Fehlt Schwarz, wirkt das Ergebnis grell. Sie müssen dann den Drucker säubern und die eingetrockneten Patronen austauschen. Neue Druckerpatronen bekommen Sie beispielsweise hier. Beim PC und dem angeschlossenen Monitor kann es verschiedene Gründe haben, wenn Farben nicht richtig wiedergegeben werden. Ein guter Ausgangspunkt für die Fehlerbehebung ist aber die Kalibrierung des Displays in der Systemsteuerung.